Deutsch-Französischer Ministerrat stärkt Bürgerfonds

02.06.2021

Am 31. Mai 2021 kam der Deutsch-Französische Ministerrat zum voraussichtlich letzten Mal unter dem gemeinsamen Vorsitz von Angela Merkel und Emmanuel Macron zusammen. Dabei wurde unter anderem Bilanz über die Umsetzung des 2019 geschlossenen Vertrags von Aachen gezogen. Der Deutsch-Französische Bürgerfonds wurde als Erfolgsprojekt hervorgehoben und in seinem Auftrag bestärkt:

 

Deutschland und Frankreich schreiben in einer gemeinsamen Erklärung: „[Wir begrüßen], dass der gemeinsame Bürgerfonds sich beim Ausbau direkter Kontakte zwischen den Bürgerinnen und Bürgern unserer Länder als Erfolg erwiesen hat.

Wir betonen, dass der Bürgerfonds auch weiterhin niedrigschwellige Finanzierung bieten sollte, und wollen ihn weiter stärken.“

Weiterhin heißt es in der Analyse zur Umsetzung des Vertrags von Aachen: „Der Deutsch-Französische Bürgerfonds wurde im April 2020 geschaffen, um Bürgerinitiativen und Städtepartnerschaften zu fördern. Durch ihn wurden neue Zielgruppen in der Zivilgesellschaft erreicht und mehr als 300 Projekte erfolgreich finanziert. Wir bekennen uns auch weiterhin dazu, niedrigschwellige Finanzierung zur Verfügung zu stellen, um innovative Ideen zu unterstützen.
 

Benjamin Kurc, Leiter des Deutsch-Französischen Bürgerfonds, erklärt: „Es ehrt und bestärkt uns sehr, dass die Arbeit des Bürgerfonds und das gemeinsame Engagement zahlreicher Menschen in Deutschland und Frankreich so deutliche Wertschätzung erfahren haben. Die steigenden Antragszahlen zeigen: Die Lust auf grenzüberschreitendes Engagement und der Bedarf an Unterstützung sind groß.

Eine langfristige finanzielle Förderung der deutsch-französischen Zivilgesellschaft ist unverzichtbar und das Bekenntnis beider Regierungen daher umso bedeutender. Wir danken den zuständigen Ministerien für ihr Vertrauen und die erfolgreiche Zusammenarbeit.“

 

Weitere Stimmen zum Deutsch-Französischen Bürgerfonds:

Christine Lambrecht, Bundesfamilienministerin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ): „Der Deutsch-Französische Bürgerfonds leistet einen wesentlichen Beitrag zur Unterstützung des grenzüberschreitenden Engagements. Eine engagierte Zivilgesellschaft ist unverzichtbar für das demokratische Gemeinwohl, besonders in Zeiten wie diesen. Deshalb beabsichtigen wir, weiterhin Mittel für den Deutsch-Französischen Bürgerfonds bereitzustellen.


Auswärtiges Amt: „Basis für die deutsch-französische Zusammenarbeit ist der Vertrag von Aachen, der am 22. Januar 2020 in Kraft trat. Fast alle vereinbarten deutsch-französischen Leuchtturmvorhaben, die bereits bei der Zeichnung des Vertrags von Aachen 2019 vereinbart wurden, sind bereits umgesetzt oder dem Weg dahin: Der Deutsch-Französische Bürgerfonds, zum Beispiel, hat im April 2020 seine Arbeit aufgenommen und ungeachtet der Pandemie im ersten Jahr nach seiner Gründung mehr als 300 Projekte gefördert und Deutsche, Französinnen und Franzosen unbürokratisch zusammengebracht.


Emmanuel Macron, Präsident der französischen Republik: „Zwei Jahre später wurden auf der Grundlage des deutsch-französischen Vertrags von Aachen Bürgerinitiativen, neue digitale Plattformen, eine verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit und der Nachtzug Paris-Berlin 2023 gefördert. Und uns erwarten noch viele andere Projekte!