Erste Beiratssitzung

01.12.2020

Am 1. Dezember 2020 ist der Beirat des Bürgerfonds zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen: Per Videokonferenz wurden die Aktivitäten des Bürgerfonds seit seinem Start im April 2020 bilanziert und über Schwerpunkte für 2021 beraten.

Bis zum 1. Dezember 2020 wurden 105 Förderanträge bewilligt und mit insgesamt rund 1 Million Euro unterstützt. Die Vielfalt der Projekte zeigt, dass Menschen dies- und jenseits des Rheins hoch motiviert sind, die Beziehungen zum Nachbarland trotz coronabedingter Reise- und Kontaktbeschränkungen aufrechtzuerhalten. So unterstützte der Bürgerfonds in 2020 etwa Online-Plattformen für Städtepartnerschaften oder frankophone Autorinnen in Berlin, Online-Workshops zu Themen wie „Open Government“, „Generationsübergreifender Dialog“ oder „Sprachenlernen im Tandem“, Online-Konferenzen über das Stiftungswesen in beiden Ländern oder nachhaltige Landwirtschaft oder (halb-)digitale Ausstellungen und Konzerte.

Die Beiratsmitglieder sprachen u. a. über die Bedürfnisse insbesondere kleiner Vereine und ehrenamtlich Engagierter, die bei der Finanzierung oder der Durchführung digitaler Projekte besonderen Unterstützungsbedarf haben. Bekräftigt wurde auch, dass verstärkt neue Akteure für deutsch-französisches Engagement gewonnen werden sollen. Schließlich wurden verschiedene Themenschwerpunkte hervorgehoben: von der generationsübergreifenden oder europäischen Ausrichtung der Projekte über Sport, Nachhaltigkeit und Geschlechtergerechtigkeit bis hin zu Demokratiebildung und Kultur.

Unsere erste Beiratssitzung war ein gelungener Auftakt für die künftige Zusammenarbeit mit Expert*innen aus Zivilgesellschaft, deutsch-französischen Institutionen und Politik. Der Beirat begleitet uns maßgeblich dabei, den Bürgerfonds sowohl nach den Bedürfnissen der Menschen und den Herausforderungen der Gesellschaft auszurichten. Wir freuen uns sehr darauf, den Bürgerfonds gemeinsam in der Förderlandschaft zu verankern“, so Benjamin Kurc, Leiter des Deutsch-Französischen Bürgerfonds.

 

Aufgaben des Beirats

  • Beratung: Der Beirat berät das Büro des Bürgerfonds und die federführend zuständigen Ministerien hinsichtlich der Schwerpunktsetzung und thematischen Ausrichtung der Förderung.
  • Information: Das Gremium fungiert außerdem als Bindeglied und übermittelt Bedürfnisse und Initiativen aus der Zivilgesellschaft an den Bürgerfonds.

Der Beirat kommt ein Mal pro Jahr abwechselnd in Deutschland und Frankreich zusammen.

 

Mitglieder des Beirats

Die Mitglieder des Beirats werden paritätisch von beiden Regierungen für die erste Amtszeit bis Ende 2022 berufen. Sie vertreten die Bereiche:

  • Zivilgesellschaft
  • Deutsch-französische Organisationen
  • Politische Institutionen

Aus Deutschland:

  • Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE)
  • Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB)
  • Deutsch-Französischer Ausschuss im Rat der Gemeinden und Regionen Europas (DFA im RGRE)
  • Deutscher Feuerwehrverband
  • Deutscher Naturschutzring (DNR)
  • Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e. V. (VDFG)
  • Deutsch-Französisches Institut (dfi)
  • Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
  • Auswärtiges Amt (AA)
  • Der Bevollmächtigte der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrags über die deutsch-französische Zusammenarbeit

Aus Frankreich:

  • Le Mouvement associatif
  • Fédération sportive et culturelle de France (FSCF)
  • Association Française du Conseil des Communes et Régions d'Europe (AFCCRE)
  • Fédération nationale des centres d’information des droits des femmes et des familles (FNCIDFF)
  • Fédération française d’enseignement et pratiques artistiques (FFEA)
  • Fédération des associations franco-allemandes pour l’Europe (FAFA)
  • Office franco-allemand pour la Jeunesse (OFAJ)
  • Ministère de l’Éducation nationale, de la Jeunesse et du Sport (MENJS) / Direction de la jeunesse, de l’éducation populaire et de la vie associative (DJEPVA)
  • Ministère de l’Europe et des Affaires étrangères (MEAE)
  • Ministère de la culture