Leuchtturmbericht: Lebendige Bibliothek „Discultur“

11.06.2021

Die Reihe „Leuchtturmbericht“ stelt Hintergründe & Projektträger vor:

Über das Thema Debattenkultur wird gerne, nun ja, debattiert. Aber wie kann man ganz konkret Raum für bereichernden Dialog schaffen, und dabei sogar Landesgrenzen überschreiten? Die deutsch-französische Online-Plattform „Discultur“ nimmt die Herausforderung an.

 

Übersicht:


Projektsteckbrief

build Projektträger: Europäische Jugendbildungsstätte Magdeburg
group Projektpartner: CRIJ Centre-Val de Loire
event Zeitraum: Sommer 2021
pin_drop Ort: Sachsen-Anhalt & Centre-Val-de-Loire / online
euro Fördersumme: ca. 114.000 €

 

Teil 1: Interview „Stand der Dinge“

Christina Langhans

Christina Langhans, Projektleiterin

1 - Woran arbeiten Sie gerade?

Christina Langhans: Nachdem wir die technische Umsetzbarkeit unserer Ziele getestet und ein visuelles Design konzipiert haben, arbeiten wir jetzt an der Usability und dem Interaktionsdesign. Gar nicht so leicht, wenn man einerseits viele verschiedene Menschen ansprechen will, und gleichzeitig die Plattform so simpel und zugänglich wie möglich bleiben soll. Die Zusammenarbeit mit dem französischen Partner bedarf besonderen Augenmerks. Zunächst haben wir uns auf einen neuen Namen geeinigt. Entsprechend wurden Logos, Grafiken und Kanäle auf sozialen Medien erstellt. Derzeit planen wir ein Event zum Thema Erinnerungskultur, schulen Zeitzeugen und Experten als lebendige Bücher und koordinieren die PR.

 

2 - Wie organisieren Sie die Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation?

Christina Langhans: Wir können auf eine langjährige Zusammenarbeit mit CRIJ Orléans blicken. Im Rahmen von „Discultur“ treffen wir uns 1-2 Mal monatlich virtuell und besprechen Entwicklungen, geplante und gemeinsame Events, Organisatorisches und Sonstiges. Trotz fehlender physischer Treffen funktioniert die Zusammenarbeit professionell und zwischenmenschlich äußerst gut. Dennoch freuen wir uns sehr auf baldige physische Treffen vor Ort, um Ideen, Meilensteine und Events noch intensiver besprechen zu können. Wir beteiligen den französischen Partner an allen wichtigen Entscheidungen, wie zum Beispiel Grafikauswahl, Eventthemen und -vorbereitung und technische Erneuerungen.

 

3 - Wie gewinnen Sie Teilnehmer*innen?

Christina Langhans: Aufgrund der Pandemiesituation fanden bisher Veranstaltungen und Treffen ausschließlich online statt. Um hierfür Teilnehmende zu gewinnen, wurden unsere Facebook und Instagramposts beworben. Des Weiteren haben wir gezielt Multiplikator*innen für die Zielgruppen angesprochen. Wir hoffen, dass mit den langsamen Öffnungen nach der Pandemie wieder alsbald physische Treffen stattfinden können. In enger Zusammenarbeit mit Mehrgenerationenhäusern, dem Beirat des Europe Direct Halle, Lehrer*innen sowie unserem Jugendbeirat werden wir Multiplikator*innen und potentielle Teilnehmende erreichen. Zusätzlich nutzen wir die Möglichkeiten der sozialen Medien, um Teilnehmende zu gewinnen.


Was ist ein Leuchtturmprojekt?

Leuchtturmprojekte zeichnen sich durch besondere Strahlkraft, Reichweite und Relevanz aus und werden von einem Gremium ausgewählt. In der Bewertung erreichen sie mindestens 90 Punkte: für jedes der 11 Kriterien können maximal 10 Punkte erreicht werden.

Der Bürgerfonds unterstützt in 4 Förderkategorien: von kleinen Finanzspritzen bis zu 5.000 €, über größere Beträge von bis zu 10.000 € bzw. 50.000 € bis hin zur Finanzierung von Leuchtturmprojekten mit über 50.000 €. Übernommen werden bis zu 80 % der Kosten für Reise, Aufenthalt, Organisation, Material, Fortbildungen und Honorare.

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