Zweite Beiratssitzung: Positive Bilanz und Schwerpunkte für 2022

19.11.2021

Am Dienstag, 16. November 2021, kam der Beirat des Deutsch-Französischen Bürgerfonds zu seiner jährlichen Sitzung zusammen – in Berlin und im hybriden Format. Er blickte auf die vergangenen Monate zurück und legte die Ausrichtung für das kommende Jahr fest.

 

Benjamin Kurc, Leiter des Bürgerfonds, stellte die vorläufigen Zahlen für 2021 vor und zog eine positive Bilanz:

  • Mit 363 geförderten Projekten wurde das Ziel, das der Beirat für dieses Jahr ausgegeben hatte, deutlich übererfüllt.
  • Vereine machen mit 73 % den Großteil der geförderten Projektträger aus.
  • 79 % der Projekte werden gemeinsam mit einer Partnerorganisation durchgeführt.
  • 44 % der Träger geben an, ihr Projekt fände im Rahmen einer Städtepartnerschaft statt.

 

Präsentiert wurden außerdem die Kommunikation sowie die Eigenveranstaltungen des Bürgerfonds in 2021:

 

In einer angeregten Diskussion skizzierten die Beiratsmitglieder die Schwerpunkte für 2022:

  • Der Jahresanfang wird ganz im Zeichen Europas stehen: Frankreich übernimmt den EU-Ratsvorsitz und die Konferenz zur Zukunft Europas wird ihre Ergebnisse präsentieren. Zu dieser europäischen Dynamik wird der Bürgerfonds mit einer Veranstaltung einen aktiven Beitrag leisten.
     
  • Der Beirat bekräftigte den Weg, den der Bürgerfonds bereits in diesem Jahr eingeschlagen hat: Es sei wichtig und richtig, vor allem niederschwellige Projekte zu fördern, um dem Bedarf „kleinerer“ Projektträger zu entsprechen und den Bürgerfonds in die Breite zu bringen. Wichtig sei auch, gleichermaßen Städtepartnerschaften zu fördern und Akteure, die sich zum ersten Mal deutsch-französisch engagieren.
     
  • Zwei Themenschwerpunkte für künftige Projektausschreibungen wurden einstimmig festgelegt: Sport und Engagement gegen Diskriminierung.

    Im Sport stecke nicht nur enorm viel ehrenamtliches Engagement, sondern auch viel Potenzial für niedrigschwelligen interkulturellen Austausch: Sprachbarrieren lassen sich hier besonders einfach überwinden und auch Menschen, die noch keinen persönlichen Bezug zum Nachbarland haben, können hier für deutsch-französische Begegnungen gewonnen werden.

    Engagement gegen Diskriminierung sei eine Herausforderung für die deutsche und die französische Gesellschaft. Ein grenzüberschreitender Austausch zu Problemen und Lösungsansätzen sowie Begegnungen zwischen engagierten und betroffenen Personen sei fruchtbar für alle Seiten.